Die Implantatbehandlung ist ein Verfahren zur Wiederherstellung fehlender Zähne bei Personen mit Zahnverlust. Die Zahnimplantation erfolgt in zwei Phasen. In der ersten Phase wird eine Titan-Schraube, das sogenannte Implantat, in den Kieferknochen an der Stelle des fehlenden Zahns eingesetzt. Die Zeit, die das Implantat benötigt, um mit dem Knochen zu verschmelzen (Osseointegration), beträgt je nach Marke und Eigenschaften des verwendeten Implantats 1–3 Monate. In der zweiten Phase werden auf diesem verknöcherten Bereich Prothesenzähne eingesetzt, sogenannte Veneer-Kronen aus Zirkonium oder metallgestützter Keramik, die mit dem Aufbau Ihres Mundes und Ihrer anderen Zähne kompatibel sind. Bei der Herstellung der Prothesen werden in der Regel zwei Methoden verwendet: die Zementierungsmethode (Kleben) und die Verschraubungsmethode. Es wird die Methode gewählt, die am besten für den Mund des Patienten geeignet ist.
Dieses Verfahren, das ohne Unterbrechung Ihres Alltags durchgeführt wird, erspart es Ihnen, eine Brücke zu setzen oder Druck auf Ihre anderen Zähne auszuüben, und sorgt gleichzeitig für einen langlebigeren und gesünderen Zahn. Außerdem wird Ihre Zahnästhetik hervorgehoben, sodass Sie unbeschwert lächeln können, ohne sich Sorgen machen zu müssen.
Können Implantate in jedem Alter durchgeführt werden?
Die Implantation kann bei Patienten mit fehlenden Zähnen oder Schwierigkeiten bei der Verwendung von herausnehmbaren Prothesen durchgeführt werden, sofern der allgemeine Gesundheitszustand dies zulässt. Patienten mit unkontrolliertem Diabetes, schweren Knochenerkrankungen, Bluthochdruck oder anderen systemischen Gesundheitsproblemen sollten vor einer Implantatbehandlung unbedingt ihren Arzt konsultieren. Abgesehen von diesen Fällen können bei Patienten ohne ernsthafte gesundheitliche Probleme eine allgemeine zahnärztliche Untersuchung, ein Panorama-Röntgenbild, ein Kiefer-Röntgenbild und gegebenenfalls 3D-Bilder erstellt werden, um die Eignung zu überprüfen. Auf diese Weise wird festgestellt, ob der Patient für eine Implantatbehandlung geeignet ist.
Gibt es gesundheitliche Risiken bei Zahnimplantaten?
Schäden durch Bakterien im Mund: Wenn ein Patient, der ein Implantat erhält, Probleme wie Zahnfleischrückgang hat, können die Wurzeln des Zahnimplantats freigelegt werden. In diesem Fall können sich Bakterien in dem Bereich ansammeln und mit der Zeit eine Infektion entwickeln. Wenn dies fortschreitet, kann das Implantat im Kieferknochen verloren gehen. Daher müssen Patienten ihre Mundhygiene sorgfältig pflegen und das Implantat wie ihre natürlichen Zähne behandeln.
Schäden durch Infektionen und Entzündungen: Manchmal können sich um das im Mund eingesetzte Implantat Entzündungen und Infektionen entwickeln. Dies tritt in der Regel bei Personen auf, die nicht auf Mundhygiene achten. Viren können ebenfalls zu diesen Problemen beitragen. Besonders bei Rauchern und Diabetikern tritt dieses Problem häufiger auf.
Abstoßung des Implantats durch den Körper: Selten kann das Immunsystem das Implantat nicht akzeptieren. Dies tritt häufiger bei Rauchern auf. Es kann auch bei Personen mit Titanallergie oder Zähneknirschen vorkommen.
Nervenprobleme: Während der Implantation kann die lokale Betäubung bei einigen Patienten zu Nervenschäden führen. Dies kann zu Taubheitsgefühlen und Schmerzen am Zahnfleisch führen. Patienten haben Schwierigkeiten beim Essen, Sprechen oder Rasieren. Daher ist es wichtig, den Zahnarzt für die Implantatbehandlung sorgfältig auszuwählen.
Bei Titanallergie: Obwohl Titan gewebs- und knochenfreundlich ist, können einige Personen eine Titanallergie haben. In diesem Fall muss das Implantat möglicherweise entfernt werden. Besonders bei Patienten mit Problemen des Immunsystems kann dies auftreten.
Gelb-Nagel-Syndrom: Bei einigen Patienten kann das Implantat eine Erkrankung verursachen, die als Gelb-Nagel-Syndrom bezeichnet wird. In diesen Fällen kann das Entfernen des Implantats das Problem verhindern.
Eine der am häufigsten gestellten Fragen zu Implantatverfahren ist, ob nach der Implantation Schmerzen auftreten.
Dies hängt davon ab, wie korrekt und sorgfältig der Eingriff durchgeführt wird. Schmerzen treten in der ersten Phase des Implantats nur selten auf. Die hier gemeinten Schmerzen sind nicht stark, sondern eher geringfügig. Da die Implantation eine kurzzeitige Belastung des Kieferknochens verursacht, sind einige Schmerzen zu erwarten. Um dies jedoch zu minimieren, verschreibt der Implantologe Schmerzmittel zusammen mit Antibiotika. Die Antibiotika werden eingesetzt, damit der Operationsbereich gegenüber Mikroorganismen widerstandsfähiger wird, da der Mund viele Bakterien enthält.
Zusätzlich muss der Patient auf eine angemessene Mund- und Zahnhygiene achten. Andernfalls sind Schmerzen unvermeidlich. Neben Schmerzen kann auch eine Schwellung in der Region auftreten. In diesem Fall hilft das Auflegen von Eiswickeln, die Schwellung zu minimieren. Es wird empfohlen, in den ersten 2 Stunden nach dem Implantateingriff alle 20 Minuten für 5–6 Minuten einen Eiswickel auf die Außenseite des Implantatbereichs aufzulegen. Diese Anwendung reduziert die Schwellung auf ein Minimum.
Nach einer Implantatoperation sollten Sie sehr auf Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten achten und die Empfehlungen Ihres Zahnarztes befolgen. Sofern nichts anderes angegeben ist, sollten Sie sehr kalte oder sehr heiße Speisen vermeiden. Es sollten weiche Speisen bei Zimmertemperatur gegessen werden.
Die Preise für Zahnimplantate im Jahr 2017 variieren je nach Art und Marke des für den Eingriff verwendeten Implantats. Neben führenden Marken wie Nobel Biocare (Brånemark) – Schweden, ITI (Straumann) – Schweiz, Astra Tech – Schweden und Bego – Deutschland gibt es über 300 weitere Implantatmarken auf dem Markt. Die Preise variieren je nach verwendeter Implantatmarke und der Art der auf dem Implantat angebrachten Prothese.
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