Kieferknochenverbreiterung (Ridge Expansion)

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Warum wird der Kieferknochen verbreitert?

Die Kieferknochenverbreiterung ist ein Verfahren, das insbesondere angewendet wird, um einen längere Zeit zahnlosen Bereich für die Implantatsetzung vorzubereiten. Mit der Zeit kommt es in diesem zahnlosen Bereich zu Knochenverlust, was sowohl vertikal als auch horizontal zu einer Verengung führt. In diesem Bereich werden horizontal Knochenaufbauten an den Kamm angebracht, um ausreichende Unterstützung für das Implantat zu gewährleisten.

Was ist eine Sinusbodenelevation (Sinus Lifting)?

Das Sinus Lifting wird insbesondere bei Patienten durchgeführt, die im hinteren Bereich des Oberkiefers zahnlos sind und nicht genügend Knochenhöhe vorhanden ist. Die Membran, die den Sinusboden bedeckt, wird angehoben, und darunter wird Knochenpulver eingebracht, wodurch der Sinusboden erhöht wird.

Es gibt zwei Methoden für dieses Verfahren:

  1. Wenn ein großes Areal und mehrere Zähne für das Implantat betroffen sind, wird vom Wangenbereich aus ein Fenster im Zahnfleisch geöffnet, und die Behandlung wird durch dieses Fenster durchgeführt. Dies ist ein zweistufiger chirurgischer Eingriff. Das Implantat wird sechs Monate später in einer zweiten Operation eingesetzt.

  2. Die zweite Methode wird angewendet, wenn weniger Zähne fehlen und mehr Knochen vorhanden ist. Der Sinusboden wird durch die für das Implantat vorbereitete Alveole angehoben, danach wird das Implantat eingesetzt. Diese Technik wird auch Socket Lifting genannt.

Mandibuläre Nervenrepositionierung:

Bei erheblichem Knochenverlust im hinteren Bereich des Unterkiefers kann der Nerv während der Implantatsetzung gefährdet sein. Um diese Komplikation zu vermeiden, kann die Position des Nervs vor der Implantatsetzung so verändert werden, dass er vom Implantatbereich ferngehalten wird.

Bei dieser Methode wird das Zahnfleisch vom Knochen abgehoben, ein Knochenstück entfernt und der mandibuläre Kanal freigelegt. Der mandibuläre Kanal wird dann entweder labial/bukkal oder lingual verschoben oder es wird tiefer Platz für den Kanal geschaffen, sodass das Implantat den Nerv nicht berührt. Auf diese Weise kann das Implantat sicher platziert werden, ohne den mandibulären Nerv zu beschädigen. In solchen Fällen wird der Patient vor Komplikationen wie Taubheit, Schwellung oder Parästhesien geschützt.