Parodontologie

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Was ist eine Zahnsteinentfernung?

Die Zahnsteinentfernung ist eine der effektivsten Methoden zur Erhaltung der Mundgesundheit. Mit der Zeit lagert sich Zahnbelag auf den Zähnen ab, der verhärtet und sich in Zahnstein verwandelt. Dies kann zu Zahnfleischerkrankungen, Mundgeruch und Zahnverlust führen. Durch die professionelle Zahnsteinentfernung, die in unserer Klinik von erfahrenen Zahnärzten durchgeführt wird, können Sie sowohl ästhetisch als auch gesundheitlich ein gesünderes Lächeln erreichen.

Warum wird eine Zahnsteinentfernung durchgeführt?

  • Zur Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen

  • Zur Beseitigung von Mundgeruch

  • Zur Wiederherstellung der natürlichen Zahnfarbe

  • Zur Reduzierung von Zahnfleischbluten

Wie wird die Zahnsteinentfernung durchgeführt?

Während der Behandlung werden Zahnstein und Plaque mithilfe von Ultraschallgeräten entfernt. Bei Bedarf werden die Zahnoberflächen poliert und eine Fluoridbehandlung durchgeführt. Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei und dauert etwa 20–30 Minuten.

Wie oft sollte sie durchgeführt werden?

Die Zahnsteinentfernung ist eine präventive zahnärztliche Maßnahme, die in der Regel alle 6 Monate empfohlen wird. Je nach Mundhygiene und individueller Zahnsituation kann dieses Intervall variieren.

Was passiert, wenn Zahnstein nicht entfernt wird?

1. Zahnfleischerkrankungen (Gingivitis und Parodontitis)
Zahnstein sammelt sich am Zahnfleischrand an und verursacht Entzündungen des Zahnfleisches. Zunächst kann dies zu Gingivitis (Zahnfleischentzündung) führen und unbehandelt zu Parodontitis (fortgeschrittene Zahnfleischerkrankung). Parodontitis kann Zahnfleischrückgang und sogar Zahnverlust verursachen.

2. Mundgeruch (Halitosis)

3. Zahnfleischbluten

4. Zahnempfindlichkeit
Durch Zahnfleischrückgang werden die Zahnwurzeln freigelegt, was zu einer Empfindlichkeit gegenüber heißen und kalten Reizen führen kann.

5. Zahnverlust
Starke Zahnsteinablagerungen können den knochenhaltenden Zahnapparat schädigen. Dies führt zu Lockerung der Zähne und langfristig zu Zahnverlust.

6. Ästhetische Probleme
Zahnstein verursacht ein unschönes Erscheinungsbild auf den Zähnen in gelblichen, bräunlichen oder fast schwarzen Farbtönen. Dies wirkt sich negativ auf die Ästhetik des Lächelns aus.

Was ist Gingivitis (Zahnfleischentzündung)?

Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches.
Sie entsteht meist durch bakteriellen Zahnbelag, der sich aufgrund unzureichender Mundhygiene auf den Zähnen ansammelt. Wird der Belag nicht entfernt, verhärtet er sich mit der Zeit zu Zahnstein und kann zu einer Zahnfleischerkrankung führen, die sich häufig durch Zahnfleischbluten äußert.

Was ist Parodontitis?

Parodontitis ist das fortgeschrittenste Stadium von Zahnfleischerkrankungen. Sie ist eine ernsthafte Infektion, die entsteht, wenn eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) unbehandelt bleibt und sich auf nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch auf den Knochen und das Bindegewebe ausbreitet, die die Zähne stützen.
Mit der Zeit kann diese Erkrankung zu Zahnfleischrückgang, Knochenverlust und schließlich zu Zahnverlust führen. Parodontitis schreitet oft langsam voran und ist meist schmerzfrei, weshalb sie schwer zu erkennen ist.

Welche Symptome gibt es?

  • Zahnfleischbluten (insbesondere beim Zähneputzen)

  • Geschwollenes, gerötetes und empfindliches Zahnfleisch

  • Anhaltender Mundgeruch

  • Zahnfleischrückgang und Freilegung der Zahnwurzeln

  • Lockerung oder Verschiebung der Zähne

  • Beschwerden beim Kauen

  • Bildung tiefer Zahnfleischtaschen zwischen Zahn und Zahnfleisch

 

Schadet eine Zahnsteinentfernung den Zähnen?

Nein, wenn die Zahnsteinentfernung korrekt durchgeführt wird, verursacht sie keinerlei Schäden an den Zähnen oder am Zahnschmelz. Im Gegenteil, diese Behandlung ist sehr wichtig für die Erhaltung der Zahn- und Zahnfleischgesundheit. Es werden speziell entwickelte Ultraschallgeräte verwendet, die den Zahnoberflächen nicht schaden. Diese Geräte entfernen ausschließlich Zahnstein und Plaque, ohne den Zahnschmelz zu beschädigen.

Ist Empfindlichkeit nach der Zahnsteinentfernung normal?

Ja, bei manchen Patienten kann nach der Reinigung eine kurzfristige Empfindlichkeit gegenüber heißen und kalten Speisen oder Getränken auftreten. Dies ist vorübergehend und klingt in der Regel innerhalb weniger Tage ab.

Was ist eine subgingivale Kürettage?

Die subgingivale Kürettage ist ein Verfahren zur Tiefenreinigung, das bei der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen angewendet wird. Ziel ist die Entfernung von entzündetem Gewebe, Plaque und Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrandes.
Dieses Verfahren ist von entscheidender Bedeutung bei der Behandlung von Parodontitis (fortgeschrittene Zahnfleischerkrankung).

Eine subgingivale Kürettage wird in folgenden Fällen empfohlen:

  • Wenn die Tiefe der Zahnfleischtaschen mehr als 4 mm beträgt

  • Bei Zahnfleischrückgang und Knochenverlust

  • Wenn eine normale Zahnsteinentfernung nicht ausreichend ist

  • Bei anhaltendem Zahnfleischbluten, Schwellungen, Rötungen und Empfindlichkeit

Wie werden Parodontalerkrankungen behandelt?

Die Behandlung von Parodontalerkrankungen wird entsprechend dem Stadium der Erkrankung, der Tiefe der Zahnfleischtaschen, dem Ausmaß des Gewebeverlustes und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten geplant.

Frühstadium: Behandlung der Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

Gingivitis ist eine reversible Erkrankung. Die Behandlung umfasst in der Regel:

  • Professionelle Zahnsteinentfernung

  • Plaquekontrolle und Schulung zur Mundhygiene

  • Effektives Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide zweimal täglich

Bei richtiger Pflege kann Gingivitis vollständig ausheilen.

Fortgeschrittenes Stadium: Behandlung der Parodontitis

Da bei der Parodontitis ein Knochenverlust im den Zahn umgebenden Gewebe vorliegt, ist eine weiterführende Behandlung erforderlich:

Subgingivale Kürettage (Tiefenreinigung):
Entfernung von Plaque und Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrandes mit speziellen Instrumenten.

Wurzelglättung (Root Planing):
Glättung der Zahnwurzeloberflächen zur Reduzierung der bakteriellen Anhaftung.

Antibiotikatherapie:
Kontrolle der Infektion durch lokale oder systemische (orale) Antibiotika.

Parodontale Chirurgie (falls erforderlich):
In fortgeschrittenen Fällen können folgende chirurgische Eingriffe durchgeführt werden:

  • Lappenoperation (Verkleinerung der Zahnfleischtaschen)

  • Knochenaufbau / Knochenersatzmaterial (Wiederaufbau des verloren gegangenen Knochens)

  • Weichgewebstransplantation (bei Zahnfleischrückgang)

Nachsorge und unterstützende Behandlung

Parodontale Erkrankungen können nach der Behandlung erneut auftreten, daher ist eine regelmäßige Nachsorge sehr wichtig.

• Kontrolluntersuchungen alle 3–6 Monate
• Erneute professionelle Zahnreinigung bei Bedarf
• Fortführung der häuslichen Mundhygiene (Zähneputzen, Zahnseide, Interdentalbürsten)

Wie sehen gesunde Zahnfleisch aus?

Gesundes Zahnfleisch ist ein grundlegender Indikator für eine gute Mundgesundheit. Die folgenden Merkmale zeigen, dass Ihr Zahnfleisch gesund ist:

Eigenschaften von gesundem Zahnfleisch:

• Farbe: Hellrosa

  • Das Zahnfleisch ist hellrosa (je nach Hauttyp kann es etwas dunkler erscheinen).

• Form: Fest an den Zähnen anliegend

  • Es umschließt die Zähne fest.

  • Es füllt die Zahnzwischenräume vollständig aus.

• Struktur: Orangenschalen-Optik

  • Die Oberfläche ist leicht strukturiert (matt und natürlich).

  • Ein sehr glänzendes, gespanntes oder schwammiges Erscheinungsbild ist nicht gesund.

• Keine Blutung

  • Kein Bluten beim Zähneputzen, bei der Verwendung von Zahnseide oder beim Essen.
    (Blutungen sind meist ein Zeichen von Gingivitis.)

• Keine Schmerzen oder Empfindlichkeit

  • Das Zahnfleisch schmerzt nicht bei Berührung oder beim Zähneputzen.

Anzeichen für ungesundes Zahnfleisch:

  • Rötung und Schwellung

  • Blutungen beim Zähneputzen oder spontan

  • Zahnfleischrückgang

  • Mundgeruch

  • Lockerung der Zähne

  • Anhaltende Empfindlichkeit

Was ist Zahnfleischrückgang?

Zahnfleischrückgang ist das Zurückweichen des Zahnfleisches von seiner normalen Position, wodurch die Zahnwurzeln freigelegt werden. Dies kann sowohl ästhetische Probleme als auch Empfindlichkeit, Karies und in fortgeschrittenen Fällen Zahnverlust verursachen.

Ursachen für Zahnfleischrückgang:

  • Unzureichende Mundhygiene

  • Zahnstein

  • Parodontale Erkrankungen (Zahnfleischerkrankungen)
    Häufigster Grund:
    Plaque- und Zahnsteinansammlung → Gingivitis → Parodontitis → Zahnfleischrückgang

  • Falsche Putztechnik

  • Falsche Zahnbürstenauswahl

  • Zähneknirschen / Pressen (Bruxismus)

  • Prothesen, Kronen oder Füllungen mit schlechter Randpassung

  • Falsch geplante Zahnbewegungen bei kieferorthopädischen Behandlungen

  • Fehlbiss (Malokklusion)

Wie wird Zahnfleischrückgang behandelt?

Zahnfleischrückgang heilt nicht von selbst und kann mit der Zeit fortschreiten. Daher ist es sehr wichtig, ihn frühzeitig zu erkennen und mit einer geeigneten Behandlung zu stoppen. Der Behandlungsplan richtet sich nach dem Ausmaß und der Ursache des Rückgangs.

1. Behandlung im Frühstadium (leichter Rückgang)

Ziel: Das Fortschreiten des Zahnfleischrückgangs zu stoppen und die Mundhygiene zu verbessern.
Maßnahmen:

  • Professionelle Zahnsteinentfernung

  • Anleitung zur richtigen Zahnputztechnik

  • Erforderliche Korrekturen an Zähnen und Restaurationen

  • Desensibilisierende Zahnpasten
    (Bei durch Rückgang verursachter Zahnsensibilität)

Im Frühstadium kann die Erkrankung unter Kontrolle gebracht werden, bevor sie fortschreitet.

2. Behandlung bei mittlerem Zahnfleischrückgang

Ziel: Entfernung von tief sitzenden Belägen und Bakterien sowie Erhalt des Zahnfleischgewebes.

  • Subgingivale Kürettage (Tiefenreinigung): Entfernung von entzündetem Gewebe und Zahnstein unterhalb des Zahnfleischsaums.
    Diese Behandlungen werden in der Regel schmerzfrei unter Lokalanästhesie durchgeführt.

3. Behandlung bei fortgeschrittenem Zahnfleischrückgang

Je nach Form und Schweregrad des Rückgangs werden chirurgische Techniken und gegebenenfalls Transplantatmaterialien angewendet.

Nicht jeder Zahnfleischrückgang muss behandelt werden. In manchen Fällen besteht das Ziel darin, ein weiteres Fortschreiten zu verhindern.

Was ist eine Zahnfleischvergrößerung?

Eine Zahnfleischvergrößerung ist ein Zustand, bei dem das Zahnfleisch stärker als normal wächst oder anschwillt. Dabei kommt es meist zu einer Zunahme des Zahnfleischvolumens. Die Vergrößerung kann lokal (in einem bestimmten Bereich) oder generalisiert (im gesamten Mund) auftreten.

Ursachen der Zahnfleischvergrößerung

Eine Zahnfleischvergrößerung kann verschiedene Ursachen haben.

1. Entzündliche Ursachen (häufigste Ursache)

  • Plaqueansammlung (unzureichende Mundhygiene)

  • Zahnsteinbildung

  • Zahnfleischerkrankungen

2.Medikamentenbedingte Ursachen

Einige Medikamente können eine Zahnfleischvergrößerung verursachen:

  • Antiepileptika

  • Bestimmte Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems

  • Einige Blutdruckmedikamente

3. Hormonelle Veränderungen

4. Genetische und systemische Erkrankungen

Behandlung der Zahnfleischvergrößerung

Mundhygiene-Schulung und professionelle Reinigung

  • Professionelle Zahnsteinentfernung

  • Anleitung zur richtigen Mundpflege (korrektes Zähneputzen und Verwendung von Zahnseide)

Medikamentenumstellung

Wenn die Ursache ein Medikament ist, kann nach ärztlicher Rücksprache auf alternative Medikamente umgestellt werden
(Medikamente dürfen niemals ohne ärztliche Anweisung abgesetzt werden!).

Chirurgischer Eingriff (Gingivektomie)

Behandlung der Grunderkrankung

Liegt eine systemische Erkrankung vor, ist ein multidisziplinärer Behandlungsansatz in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachärzten erforderlich.

Was ist Pinke Ästhetik?

„Pinke Ästhetik“ bezeichnet in der Zahnmedizin die ästhetische Optimierung des Zahnfleisches.
Neben der weißen Ästhetik der Zähne ist auch ein gesundes und symmetrisches Erscheinungsbild des Zahnfleisches (der rosa Gewebe) entscheidend für ein schönes Lächeln – daher der Begriff „Pinke Ästhetik“.

Was umfasst die Pinke Ästhetik?

Pinke-Ästhetik-Behandlungen umfassen in der Regel folgende Maßnahmen:

Korrektur der Zahnfleischlinie (Gingivektomie / Gingivoplastik):
Wenn zu viel Zahnfleisch sichtbar ist oder die Zähne zu kurz erscheinen, wird die Zahnfleischlinie neu geformt und angepasst.

Behandlung des „Gummy Smile“:
Behandlungen, die angewendet werden, wenn beim Lächeln übermäßig viel Zahnfleisch sichtbar ist.

Behandlung von Zahnfleischrückgang:
Bei starkem Zahnfleischrückgang können die betroffenen Bereiche mit verschiedenen chirurgischen oder ästhetischen Methoden abgedeckt werden.

Korrektur der Zahnfleischfarbe:
Dunkle Verfärbungen des Zahnfleisches (meist durch Rauchen verursacht) können mit verschiedenen Techniken aufgehellt werden, sodass das Zahnfleisch wieder seine natürliche rosa Farbe erhält.

Warum ist das wichtig?

• Gesundes und natürlich aussehendes Zahnfleisch ist ein grundlegender Bestandteil der ästhetischen Lächelgestaltung.
• Selbst wenn die Zähne perfekt ausgerichtet sind, kann keine ästhetische Harmonie erreicht werden, wenn das Zahnfleisch unästhetisch aussieht.
• Die pinke Ästhetik wird häufig gemeinsam mit Behandlungen wie Laminatveneers, Zirkonkronen oder kieferorthopädischen Behandlungen geplant.

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