Behandlungen des Kiefergelenks (TMJ)
Das Kiefergelenk ist ein gelenkartiger Mechanismus zwischen Schädel und Unterkiefer, der wie ein Scharnier funktioniert. Es befindet sich auf beiden Seiten des Schädels direkt vor den Ohren.
Dieses Gelenk ermöglicht Bewegungen des Kiefers nach oben, unten sowie nach rechts und links und erlaubt dadurch Sprechen, Kauen und Gähnen. Das Kiefergelenk wird durch die umliegenden und am Gelenk ansetzenden Muskeln gesteuert.
Welche Symptome treten bei Kiefergelenkbeschwerden auf?
Personen mit Kiefergelenkerkrankungen können zeitweise oder über viele Jahre hinweg starke Schmerzen und Unwohlsein verspüren. Diese Beschwerden treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern. In den letzten Jahren werden sie vermehrt bei Menschen mit hohem Alltagsstress beobachtet. Häufig äußern sie sich durch Zähneknirschen oder Zähnepressen (Bruxismus).
Symptome bei Kiefergelenkerkrankungen
Schmerzen oder Druckempfindlichkeit im Gesicht, im Gelenkbereich, im Kopf- und Schulterbereich, im oder um das Ohr, insbesondere beim Kauen, Sprechen, Gähnen oder weiten Öffnen des Mundes
Eingeschränkte Mundöffnung, eingeschränkte Kieferbeweglichkeit
Blockieren des Kiefers in geöffneter oder geschlossener Position
Knack- oder Reibegeräusche (mit oder ohne Schmerzen) beim Öffnen oder Schließen des Mundes
Müdes Erscheinungsbild des Gesichts
Schwierigkeiten beim Kauen oder ein unangenehmes Gefühl beim Zubeißen, als ob Ober- und Unterzähne nicht richtig aufeinanderpassen
Schwellungen auf einer oder beiden Gesichtshälften
Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Ohrenschmerzen, Schmerzen im oberen Schulterbereich sowie Ohrgeräusche (Tinnitus) gehören ebenfalls zu den häufigen Symptomen von Kiefergelenkerkrankungen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung von Kiefergelenkerkrankungen reicht von selbst anwendbaren Methoden und präventiven Maßnahmen bis hin zu Injektionen und chirurgischen Eingriffen. Fachleute empfehlen, zunächst mit konservativen (schonenden) Therapien zu beginnen.
Medikamentöse Therapie
Eine vom Arzt verordnete medikamentöse Behandlung stellt meist den ersten Therapieschritt dar. Bei Patienten, die mit den Zähnen knirschen oder pressen, können Muskelrelaxantien und Schmerzmittel helfen, die Kiefermuskulatur zu entspannen und muskuläre Schmerzen zu lindern.
Aufbissschiene (Splint):
Eine Aufbissschiene ist eine Kunststoffschiene, die auf die oberen oder unteren Zähne aufgesetzt wird und diese während der Nacht in einer bestimmten Position hält. Sie schützt die Zähne vor Schäden durch Knirschen oder Pressen und trägt zur Korrektur der Bisslage bei.
Zahnkorrektive Behandlungen
Durch das Ersetzen fehlender Zähne sowie durch Kronen oder Brücken kann der Biss korrigiert und eine harmonische Okklusion wiederhergestellt werden.
Vermeidung übermäßiger Kieferbewegungen
Belastende Bewegungen des Kiefergelenks wie Kaugummikauen oder häufiges Gähnen sollten möglichst vermieden werden. Auch extremes Öffnen des Mundes, lautes Singen oder Schreien ist zu vermeiden. Stützen Sie das Kinn nicht auf der Hand ab und klemmen Sie beim Telefonieren das Telefon nicht zwischen Schulter und Ohr.
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