Präventive Zahnmedizinische Maßnahmen

  1. Home
  2. Präventive Zahnmedizinische Maßnahmen

Die präventive Zahnmedizin umfasst Maßnahmen, die darauf abzielen, die häufigsten Mund- und Zahnkrankheiten, wie Karies und Zahnfleischentzündungen, zu verhindern, bevor sie auftreten.

Zu den Hauptmaßnahmen gehören:

  • Förderung einer gesunden Ernährung und entsprechender Essgewohnheiten

  • Vermittlung regelmäßiger Zahnputz- und Zahnseidegewohnheiten

  • Anwendung von Fluoridpräparaten

  • Regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen alle 6 Monate

  • Bewertung des individuellen Kariesrisikos

  • Überprüfung des Wachstums und der Entwicklung von Zähnen und Mund

  • Aufklärung über Mundgesundheit

  • Anwendung von Fissurenversiegelungen

  • Verwendung von Platzhaltern bei Kindern

 
 

Fissurenversiegelung (Schützende Maßnahmen gegen Karies)

Die Vertiefungen und Rillen auf den Zahnoberflächen bieten einen idealen Lebensraum für Speisereste und Bakterien. Das Abdecken dieser Oberflächen mit einem füllungsähnlichen Material (Fissurenversiegelung), ohne Zahnsubstanz zu entfernen oder abzuschleifen, und das Auftragen einer transparenten Schutzschicht (wie ein Regenschirm im Regen) ist ein sehr effektives Präventionsverfahren (70–80 % Schutz) gegen mögliche Karies.

Fluoridhaltige Gele werden von einem Kinderzahnarzt aufgetragen. Diese Behandlung macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Karies.

Es wird empfohlen, dass Kinder ab dem 6. Lebensjahr Fluorid- und Fissurenversiegelungen erhalten.

Fissurenversiegelung

Fissurenversiegelungen sind eine fließfähige Substanz, die die Kauflächen der Zähne bedeckt und sie vor Karies schützt. Untersuchungen zeigen, dass 90 % der Karies in den kleinen, tiefen und schmalen Rillen (Fissuren) auf den Kauflächen der Backenzähne beginnt. Da neu durchgebrochene Zähne noch nicht vollständig mineralisiert (gehärtet) sind, sind sie anfälliger für Karies. Daher wird empfohlen, Fissurenversiegelungen kurz nach dem Durchbruch der Zähne aufzutragen. Studien zeigen, dass Fissurenversiegelungen 85–90 % der Kariesbildung verhindern können.

Fluoridbehandlung

Ein weiteres wichtiges präventives Verfahren ist die Fluoridanwendung. Sowohl Milchzähne als auch bleibende Zähne wirken bis zum Alter von etwa 15 Jahren wie ein Schwamm und nehmen sowohl nützliche als auch schädliche Substanzen auf, bis die Zähne vollständig ausgereift sind. Fluoridbehandlungen in diesem Zeitraum verhindern nicht nur Karies, sondern integrieren sich auch in die Zahnstruktur und schützen die Zähne länger vor äußeren Einflüssen, effektiver als herkömmliche Füllmaterialien.