Die präventive Zahnheilkunde umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung der häufigsten Mund- und Zahnerkrankungen wie Karies und Zahnfleischentzündungen, bevor diese entstehen.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:
- Vermittlung richtiger Ernährungs- und Essgewohnheiten
- Förderung regelmäßiger Zahnputz- und Zahnseidengewohnheiten
- Fluoridanwendungen
- Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen alle 6 Monate
- Bewertung des individuellen Kariesrisikos
- Beurteilung des Wachstums und der Entwicklung von Mund und Zähnen
- Aufklärung über Mund- und Zahngesundheit
- Fissurenversiegelungen
- Platzhalter (Space Maintainer) bei Kindern
Fissurenversiegelung (Vorbeugende Maßnahmen gegen Karies)
Die Vertiefungen und Erhebungen auf den Zahnoberflächen bieten eine ideale Umgebung für die Ansammlung von Speiseresten und Bakterien. Das Abdecken dieser Oberflächen mit einem transparenten, füllungsähnlichen Material (Fissurenversiegler), ohne Zahnsubstanz zu entfernen oder die Zähne zu beschädigen, wirkt wie ein Regenschirm zum Schutz vor Karies. Diese Behandlung ist eine sehr wichtige vorbeugende Maßnahme und kann die Entstehung von Karies um 70–80 % reduzieren.
Fluoridhaltige Gele werden von Kinderzahnärzten (Pedodontisten) bei Kindern angewendet. Durch diese Behandlung werden die Zähne widerstandsfähiger gegen Karies.
Fluorid- und Fissurenversiegelungsanwendungen werden für Kinder ab dem 6. Lebensjahr empfohlen.