Was ist ein Implantat?
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan in Schraubenform, die in den Kieferknochen eingesetzt wird, um einen fehlenden Zahn zu ersetzen. Implantate ahmen natürliche Zahnwurzeln nach. Durch das Befestigen von Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder herausnehmbaren Prothesen wird sowohl die Funktion als auch die Ästhetik des fehlenden Zahns wiederhergestellt.
Zahnimplantate Werden Verwendet Bei:
Einzelzahnlücken,
Mehreren fehlenden Zähnen,
Vollständiger Zahnlosigkeit.
Welche Vorteile Haben Implantate?
Zahnimplantate bieten zahlreiche funktionelle und ästhetische Vorteile:
Die natürlichste Alternative zum eigenen Zahn: In Aussehen und Kaugefühl sehr ähnlich zu natürlichen Zähnen.
Schonung der Nachbarzähne: Im Gegensatz zu Brücken müssen benachbarte Zähne nicht beschliffen werden.
Vorbeugung von Knochenabbau: Der nach einer Zahnentfernung auftretende Knochenabbau wird durch Implantate weitgehend verhindert.
Verbesserte Kau- und Sprachfunktion.
Langlebig: Bei guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen können Implantate viele Jahre oder sogar ein Leben lang genutzt werden.
Ästhetisches Lächeln: Bei guter Abstimmung von Zahn und Zahnfleisch sind implantatgetragene Versorgungen von natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden.
Wie Wird Ein Implantat Eingesetzt?
Untersuchung und Planung
Vor Beginn der Behandlung:
Der Kieferknochen wird mittels Panorama-Röntgen oder 3D-Tomografie untersucht.
Knochenhöhe, -breite und -dichte werden beurteilt.
Bei Eignung wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Chirurgische Phase (Einsetzen des Implantats)
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung.
Im Kieferknochen wird eine kleine Bohrung vorbereitet und das Implantat eingesetzt.
Das Zahnfleisch wird verschlossen, anschließend wird die Einheilung des Implantats in den Knochen (Osseointegration) abgewartet. Dieser Prozess dauert in der Regel 2–3 Monate.
Heilungsphase und Befestigung des Zahnersatzes
Nach abgeschlossener Einheilung wird ein Abutment (Verbindungsteil) auf das Implantat gesetzt.
Es wird ein Abdruck genommen, eine individuell angefertigte Krone hergestellt und auf dem Implantat befestigt.
Für Wen Sind Zahnimplantate Geeignet?
Eine Zahnimplantatbehandlung kann bei allen Personen durchgeführt werden, deren allgemeiner Gesundheitszustand geeignet ist und deren Kieferknochen ausreichend für die Implantation ist. Für eine erfolgreiche Implantatbehandlung müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Geeignete Personen für Eine Implantatbehandlung:
Personen über 18 Jahre: Das Knochenwachstum muss abgeschlossen sein.
Personen mit ausreichendem Kieferknochen: Das Knochenvolumen sollte geeignet sein. Ist dies nicht der Fall, kann mit entsprechenden Methoden neuer Knochen aufgebaut werden (Knochentransplantate, Weichgewebstransplantate, Knochenaugmentation, Sinuslift, Blocktransplantate).
Personen mit gutem Allgemeinzustand: Patienten mit Diabetes, Osteoporose oder solche, die sich einer Radio- oder Chemotherapie unterziehen, müssen sorgfältig beurteilt werden. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen (z. B. Bisphosphonate), kann die chirurgische Entscheidung beeinflussen.
Personen mit guter Mundhygiene: Bei Patienten ohne Zahnfleischerkrankungen und mit guter Mundpflege ist die Erfolgsquote höher.
Nichtraucher: Der Verzicht auf Rauchen ist für den chirurgischen Erfolg von großer Bedeutung.
Situationen, in Denen Implantate Riskant Oder Nicht Geeignet Sind:
Patienten mit unkontrolliertem Diabetes
Personen mit starkem Knochenabbau
Patienten während einer Radio- oder Chemotherapie
Personen mit mangelnder Mundhygiene
(Nach Behandlung parodontaler Erkrankungen kann eine Implantation erwogen werden.)
Ist Die Implantatbehandlung Schmerzhaft?
Nein. Da der Eingriff unter lokaler Betäubung durchgeführt wird, verspürt der Patient keine Schmerzen. Nach dem Eingriff können leichte Schmerzen und Schwellungen auftreten, die mit Medikamenten gut kontrolliert werden können.
Können Implantate Ein Leben Lang Genutzt Werden?
Ja. Bei richtiger Anwendung und regelmäßiger Pflege können Implantate ein Leben lang problemlos im Mund verbleiben.
Wird Für Jeden Fehlenden Zahn Ein Implantat Benötigt?
Nein. In manchen Fällen können mehrere Zähne auf einem Implantat befestigt werden oder alternative Lösungen wie Brücken oder Prothesen in Betracht gezogen werden.
Besteht Die Gefahr, Dass Der Körper Das Implantat Abstößt?
Das Risiko, dass Titanimplantate nicht mit dem Knochen verwachsen, ist sehr gering.
Der Behandlungserfolg hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, der Knochenqualität, der Position des Implantats und der Erfahrung des behandelnden Arztes ab.
Können Implantate In Jedem Alter Eingesetzt Werden?
Ja, wenn die geeigneten Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Implantatbehandlung nahezu in jedem Alter durchgeführt werden.
Die untere Altersgrenze liegt bei 18 Jahren, da in diesem Alter das Wachstum des Kieferknochens abgeschlossen ist. Da Implantate fest im Knochen verankert werden, kann sich ihre Position verändern, wenn der Kiefer weiter wächst.
Gibt Es Eine Obere Altersgrenze?
Nein, es gibt keine obere Altersgrenze.
Implantate können auch bei Patienten im Alter von 70, 80 oder sogar 90 Jahren eingesetzt werden, sofern der allgemeine Gesundheitszustand geeignet ist.
Entscheidend Ist:
Ist die Knochendichte ausreichend?
Sind systemische Erkrankungen unter Kontrolle?
Ist der Patient für den chirurgischen Eingriff und die Heilung geeignet?
Gibt Es Gesundheitsrisiken Bei Implantaten?
Infektionsrisiko:
Im Bereich des eingesetzten Implantats kann sich eine Infektion entwickeln. Wird nicht auf ausreichende Hygiene geachtet, kann dies zum Misserfolg des Implantats führen.
Implantatversagen (Probleme der Osseointegration):
Kommt es zu keiner ausreichenden Verbindung zwischen Implantat und Knochen, „verwächst“ das Implantat nicht.
Dies tritt häufiger auf bei:
Patienten mit Diabetes (insbesondere bei schlecht eingestelltem Diabetes),
Personen mit geringer Knochendichte,
Rauchern.
Nervenschädigung:
Werden Implantate im Unterkiefer zu nah am Nerv platziert, kommt es zu einem Kontakt oder wird der Nerv während des Eingriffs verletzt, können vorübergehende oder dauerhafte Taubheitsgefühle auftreten.
Sinusprobleme (Implantate im Oberkiefer):
Implantate, die zu nah an der Kieferhöhle eingesetzt werden, können die Schleimhaut der Kieferhöhle schädigen. Dieses Risiko kann durch zusätzliche chirurgische Maßnahmen wie einen Sinuslift minimiert werden.
Implantatmarken Und Materialunterschiede
Titanimplantate: Am häufigsten verwendet, mit sehr hoher Knochenverträglichkeit.
Zirkonimplantate: Eine Alternative für Patienten mit Metallallergien; ästhetischer, jedoch kostenintensiver. Aufgrund der selteneren Anwendung liegen noch keine ausreichenden Langzeitergebnisse und Komplikationsdaten vor.
Beliebte Marken: Straumann, Astra Tech, Nobel Biocare, Bego, Nucleoss, Thommen
(Zahnärzte können je nach eigener Erfahrung und Behandlungsergebnissen unterschiedliche Marken empfehlen.)
Was Tun, Wenn Im Implantationsbereich Zu Wenig Knochen Vorhanden Ist?
Knochenaufbau (Knochentransplantation): Ist das Volumen des Kieferknochens unzureichend, wird neuer Knochen mithilfe natürlicher oder synthetischer Knochenersatzmaterialien bzw. Knochenblöcke aufgebaut.
Sinuslift: Bei Implantationen in der Nähe der Kieferhöhle im Oberkiefer wird durch das Einbringen von Knochenmaterial in den Sinusboden das Knochenvolumen erhöht.
Mini-Implantate: Spezielle Implantate mit kleinerem Durchmesser für Patienten mit sehr schmalem Knochen.
All-on-Four-Technik
Was Ist Die All-on-Four-Technik?
Die All-on-Four-Technik ist ein Verfahren, bei dem bei zahnlosen Patienten (oder bei Zähnen, die entfernt werden müssen) im Ober- oder Unterkiefer ein festsitzender Zahnersatz auf nur vier Implantaten befestigt wird.
Die zwei hinteren Implantate werden schräg (anguliert) eingesetzt.
Die zwei vorderen Implantate werden vertikal eingesetzt.
Durch diese Platzierung sind zusätzliche Eingriffe wie ein Knochenaufbau meist nicht erforderlich.
Wie Wird Die Behandlung Durchgeführt?
Untersuchung und Planung: Die Knochenstruktur wird mithilfe einer 3D-Dental-Tomographie beurteilt.
Zahnentfernung (falls erforderlich): Notwendige Zähne werden entfernt.
Implantation: Vier Implantate werden unter lokaler Betäubung in den Kiefer eingesetzt.
Provisorischer Zahnersatz: Am selben Tag oder wenige Tage später wird ein festsitzender provisorischer Zahnersatz eingesetzt („Zähne an einem Tag“).
Heilungsphase: Die Knochen-Implantat-Integration ist nach etwa 3–6 Monaten abgeschlossen.
Definitiver Zahnersatz: Der endgültige festsitzende Zahnersatz wird eingesetzt.
Vorteile Der All-on-Four-Technik
Kein Knochenaufbau notwendig: Durch die schräge Implantatsetzung können Sinus- oder Nervhindernisse im Seitenzahnbereich umgangen werden.
Weniger Implantate, geringere Kosten.
Festsitzende Zähne am selben Tag: Patienten erhalten häufig bereits wenige Stunden nach der Implantation ihre provisorischen Zähne.
Schnelle Heilung und hohe Patientenzufriedenheit.
Nachteile / Wichtige Hinweise
Nicht für jeden Patienten geeignet (bei stark unzureichendem Knochenvolumen nicht durchführbar).
Der provisorische Zahnersatz muss sehr vorsichtig verwendet werden, da während der Heilungsphase keine übermäßige Belastung auf die Implantate wirken darf.
Rauchen und schlecht eingestellter Diabetes können die Erfolgsrate deutlich reduzieren.
Was Ist Eine Dental-Tomographie?
Die Dental-Tomographie ist ein modernes radiologisches Bildgebungsverfahren, das eine detaillierte Darstellung der Zähne und des Kieferknochens ermöglicht.
In Welchen Fällen Wird Sie Eingesetzt?
Implantatplanung:
Messung von Knochenhöhe und -breite.
Bestimmung der Lage der Kieferhöhle im Oberkiefer und des Nervus mandibularis im Unterkiefer.
Vor der Entfernung von Weisheitszähnen:
Beurteilung der Lage des Zahns im Knochen und seiner Beziehung zum Nervus mandibularis.
Erkennung von Zysten, Tumoren oder Infektionen
Kieferfrakturen und Kiefergelenkserkrankungen (TMJ)
Planung kieferorthopädischer Behandlungen
Während endodontischer Behandlungen:
Beurteilung der Wurzelkanäle, von Wurzelfrakturen und -rissen sowie wurzelkanalassoziierten Läsionen.
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